martina

Hallo, ich bin Martina Thalmayr - die eine von den Zweien im Bio G'wölb. Das Thema Ernährung beschäftigt mich schon gefühlt ein ganzes Leben lang. Die erste Kochschule habe ich mit ca. 8 Jahren bei meiner Großmutter besucht :-) Nachdem das ja schon ein paar Jahre her ist, habe ich außer Sauerbraten, Lüngerl und 'wie mach ich perfekte Dampfnudeln' einige Ernährungs- und auch Diätformen kennengelernt und erprobt. Heilfasten, FX-Mayer Kur, FDH, Low Carb, Trennkost, Glyks Diät, Brigitte Diät, Metabolic Balance, Blutgruppendiät, Vollwertküche, Schlank im Schlaf.... alles schon mal studiert und getestet. Seit ein paar Jahren lebe ich nun vegetarisch, wobei ich das als junge Frau schon mal für mehrere Jahre praktiziert hatte. Der Verzicht auf Fleisch und Fisch fällt mir nicht allzu schwer - ich bin ein regelrechter Gemüsejunkie. Für eine Schüssel Salat lass ich jeden Kuchen stehen. Die ersten Anzeichen von Gicht (erblich bedingte Belastung) sind komplett verschwunden seit keine Tiere mehr auf meinem Teller liegen. Das Motiviert natürlich enorm. Der Versuch sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg hat nun mehrere Ursachen. ' Zum einen bin ich natürlich berufsbedingt schon daran interessiert was denn dran ist an Attila Hildmanns Ansätzen. Das wollen wir jetzt mal genauer beleuchten und schauen was denn übrig bleibt, wenn man seine ziemlich extravaganten Ernährungsformen neben die nachweislichen gesundheitsfördernden Ernährungsweisen (UGB, Deutsche Gesellschaft für Gesundheit) stellt. Zum anderen bin ich eine, vor allem seit ich vegetarisch Lebe, eine rechte Naschkatze geworden. Ein Stückchen Käse hier, ein halbes Schokocroissant mit Anja geteilt, einen Cappuccino auf die Schnelle.... und das macht sich durchaus auch auf den Hüften bemerkbar. Nachdem ich die 40 inzwischen auch überschritten habe (nicht Kleidergröße sondern Alter!) sind die überflüssigen Pfunde ziemlich hartnäckig geworden, und die Motivation sich sportlich zu betätigen hat deutlich nachgelassen. Ich bin gespannt ob einen vegane Ernährungsweise vielleicht das ein oder anders Kilo schmelzen lässt. Wie dem aber auch sei: weniger tierische Produkte auf den Tellern, keine versteckten und/oder überflüssigen tierische Anteile in Lebensmitteln und vor allem ein bewusster Umgang mit LEBENSmitteln ist aus meiner Sicht ein erster und extrem wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Herzlichst Ihre Martina Thalmayr

Auf der Suche nach Antworten ob Blätterteig vegan ist oder nicht habe ich erfahren, dass konventionelle Margerine nicht unbedingt vegan ist… Gut unsere Bio-Margerine aber schon. Also gehe ich  stark davon aus, dass auch unser frischer Blätterteig – nach ausgiebigem Studium der Inhaltsangabe auf der Packung –  aus dem Kühlregal vegan ist.

Blätterteigtasche mit Lauch-Spargel Füllung auf Tomatensugo

Einkaufszettel (reicht für 3 gute Esser)

1 Packung frischer Blätterteig, grüner Spargel, Lauch, grünes Pesto (vegan), Cocktailtomaten, Frühlingszwiebel
Das habe ich zu Hause
Rotwein (vegan), Sherryessig, Sojasauce, Basilikum, Bratöl, Olivenöl

Blätterteigtaschen auf Gemüsesugo.

Blätterteigtaschen auf Gemüsesugo.

Für die Blätterteigtaschen:

  • 2 Stangen Lauch in Ringe schneiden in etwas Öl braten.
  • 1 Packung grüner Spargel – das untere Drittel schälen  – in Stücke schneiden – zum Lauch in die Pfanne geben.
  • Mit Salz Pfeffer, ggf. etwas Zitronensaft, Sherryessig, ggf. Ingwer abschmecken (der Lauch gibt einen super Geschmack, da muss gar nicht mehr so viel gewürzt werden. Das Gemüse bissfest braten.
  • Ofen auf 200 – 220°C vorheizen.
  • Den Blätterteig in 6 Quadrate schneiden. Die Platten mit je 1TL Pesto bestreichen. Gemüse in die Mitte der Platte füllten und die Ecken nach innen schlagen. Die Ränder gut aneinanderdrücken.
  • Die Blätterteigtaschen wandern für ca. 20-25 Minuten in der Ofen.

Für die Sugo:

  • Während das Gemüse in der Pfanne bruzelt: gute  2 Handvoll Cherrytomaten halbieren, 1/2 Bund Lauchzwiebeln in Ringe schneiden.
  • In der  Pfanne (die gleiche wie für die Füllung benutzen) Cherrytomaten und Frühlingszwiebeln und ggf. Knoblauch in reichlich Olivenöl anbraten. Mit Rotwein (ca. 200ml) und Sherry ablöschen. Das ganze leise vor sich hinköcheln lassen bis es anfängt einzudicken. Mit Salz, Pfeffer und Chilli abschmecken. Zum Schluss frischen Basilikum dazugeben.

Die Blätterteigtaschen werden mit der Sugo angerichtet. Dazu passt ein schöner Blattsalat.

Chia Samen  – Das „Superfood“ aus Mexiko wurde letztens bei uns im Laden verkostet. Die kleinen Samen haben es in sich. Mit ihrem Gehalt an Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren stellen sie manch anderes bewährtes Lebensmittel in den Schatten. Aus den Samen stellt man nach wenigen Minuten Quellzeit ein Gel her, das sich prima in Müsli, Smoothies oder Drinks mischen lässt. Mein Problem, trinke weder Smoothies noch esse ich Müsli (wenn dann nur höchst selten).

Also hab ich mir überlegt wie man den #Chia Samen noch verarbeiten könnten – mein Ergebnis:

Fruchtleder mit #Chia Samen

Einkaufszettel:

Chia Samen, reife Früchte nach Geschmack, Zitronensaft
Das habe ich zu Hause
Zucker, Stevia

  • Fruchleder aus Ananas, Mango und Chia Samen

    Fruchleder aus Ananas, Mango und Chia Samen

    2 EL Chiasamen mit der 6-fachen Menge Wasser klumpenfrei verrühren und ca. 15 Minuten quellen lassen.

  • In der Zwischenzeit das Obst mit etwas Zitronensaft pürrieren
  • Mit dem Chia-Gel vermischen und zum kochen bringen.
  • Das Fruchtmus mit Zucker und Steevia etwas Süßer als gewünscht (kalt schmeckt es dann weniger süß) abschmecken.
  • Möglichst dick einkochen.
  • Das Fruchtmus auf ein Backblech streichen (möglichst dünn – aber alles muss gut abgedeckt sein)
  • Im Backofen bei 70°C trocknen (ca. 3-5 Stunden je nach Dicke des Muses. Einen Kochlöffel in der Ofentür einklemmen damit die Feuchtigkeit entweichen kann)
  • Das Fruchtleder ist fertig wen es keine nassen Stellen mehr hat. Wenn Sie die Kanten vorsichtig vom Blech lösen können sie das Leder einfach abziehen.
  • Entweder in Stücke reißen oder in Rechtecke schneiden und aufrollen.

Das Fruchtleder ist extrem lecker – und befriedigt auch meinen ‚Süß-Huger‘ komplett.
Wer ein Dörrgerät hat ist fein raus. Damit kann man das Fruchtleder auch in Rohkostqualität herstellen – als komplett ohne kochen. Das werde ich bei Gelegenheit noch ausprobieren.

Ich stelle fest. Was mir wirklich abgeht in meinem veganen Selbsttest ist das Ei. Erstaunlicherweise kann ich viel besser als erwartet auf Käse und Milchprodukte verzichten – aber mein Frühstücksei vermisse ich schmerzlich. Darum habe ich mich dieses Wochenende an eine Tofu-Rührei-Alternative herangetraut…. und bin begeistert!

Tofu Rührei

Einkaufszettel

Tofu natur, Cocktailtomaten
Das habe ich zu Hause:
Kurkuma, Zwiebel

Im Vordergrund die vegane Rühreialternative

Im Vordergrund die vegane Rühreialternative

Für eine Person reicht 1/2 Stück Tofu (ca. 125 g)

  • Den Tofu mit der Gabel zerdrücken (nicht zuuuu fein) und in gut heißem Öl braten bis der Tofu leicht Farbe annimmt. Im Gegensatz zu allen anderen Tofu-Gerichten die ich ausprobiert habe wird der Tofu hier nur dezent angebraten, sonst wird die Konsistenz zu ‚kross‘.
  • In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln.
  • Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer würzen. (Kurkuma macht den Tofu schön gelb – aber Achtung nicht zu viel verwenden sonst wird der Geschmack zu intensiv)
  • Zwiebelwürfel dazugeben – kurz mitbraten.
  • Cocktailtomaten dazugeben und noch ca. 2 Minuten weiterbraten.

PS: das Rührei kann man super mit verschiedensten Gemüsesorten variieren. Trauen Sie sich ruhig ran 🙂

Frühling! Ich bin begeistert – alles sprießt, die Luft ist voller Energie, Vogelgezwitscher, Bienen sind aktiv… ich liebe diese Jahreszeit.
Und…..(!) der Bärlauch ist auch schon da.

Einfach, schnell – direkt aus dem Garten, frischer geht es nicht:

Bärlauchpesto

 

Im Personal Blender geht das mit dem Pesto wie von selber

Im Personal Blender geht das mit dem Pesto wie von selber

Hab‘ ich alles zu Hause – bzw. im Garten
1 Büschel Bärlauch (so viel man mit einer Hand locker umfassen kann) reichen für ca. 2 Portionen Pesto (was ich zugegebener Maßen gerade eben ganz alleine verputzt habe)
2 EL Pinienkerne
3 getrocknete Tomaten
Salz, Pfeffer
Olivenöl nach Gefühl

Alles zusammen in den Personal Blender geben (geht natürlich auch mit Pürrierstab) – mit einem guten Schuss Olivenöl vermixen. Man merkt ganz schnell ob es noch mehr Öl benötigt oder nicht. Am Ende sollte eine typische Pesto-Konsistenz herauskommen.

Dazu habe ich mir die Buchweizen-Sweet Potato Spaghetti gemacht. Die Buchweizenspaghetti werden auch bei Attila Hildmann immer wieder eingesetzt. Mir fällt auf, dass sie schön satt machen und einen wirklich feinen, nussigen Geschmack haben.

Das ganze Essen war in unschlagbaren 7 Minuten (ab Kochzeitpunkt des Nudelwassers) fertig – und steigt damit in mein absolutes Top-Ranking auf.

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Skifahren bei Sonnenschein und blauem Himmel sind für mich einfach das Größte – da kann das mit dem Essen nur nebensächlich sein… dachte ich.

Die Jüngste und die Älteste in unserer Skiwochenend-Guppe

Die Jüngste und die Älteste in unserer Skiwochenend-Guppe

Nachdem ja meine veganen Tests „Geburtstag“ und „Mädelsabend“ schon mal durchaus positiv gelaufen sind, bin ich ganz entspannt in einen  Kurz-Skiurlaub aufgebrochen.
Die Rahmenbedingungen waren super:

Selbstversorger Hütte und kleines überschaubares Skigebiet.
Die Gesellschaft war super – nur nicht ganz so erfolgsversprechend: Schwester (Allesserin), ihre Kinder (7 und 9 Jahre – eher ungesunde Esser und Vitaminverweigerer) und eine befreundete multinationale Familie, ebenfalls mit kleineren Kindern (und unbekanntem Essverhalten).
Wetter: sensationell 🙂

Wohlweislich hab ich mich natürlich mit allem eingedeckt was ich in 3 Tagen an veganer Nahrung  brauche – und mit allem was die komplette Skigesellschaft in 3 Tagen an Obst und Gemüse braucht – zumindest so wie ich das einschätze.
Natürlich war ich aber  nicht die einzige die Lebensmittel dabei hatte. Die Schnitzel und der Kartoffelsalat die unser Opa schon mal wohlweislich vorbereitet hatte  waren im Nu verputzt – mir blieben gebratene Pastinaken und Salat… und eine ziemliches Erstauene wie begeistert sich  ein 9 Jähriger über Berge von  Schnitzel hermacht nur leider beim Gemüse nicht ganz so hungrig ist.
Der Hütten Klassiker – Nudeln mit Tomatensauce – zufällig aber trotzdem vegan darf natürlich nicht fehlen – macht alle satt und zufrieden (auch der italienischen Papa segnet die Pasta ab) und Bratwürstel mit Kartoffelsalat, sowas von NICHT vegan, dass ich mich über die mitgebrachte Minestrone von unserem  Stefan und die Reste vom Vortag sehr gefreut haben.

Der Frühstückstisch hatte ein recht steiles Gefälle – was Qualität und Vielfalt der Lebensmittel angeht. Meine gesunden veganen  Schmankerl (Brotaufstrich, Margerine und Obst) und eine irre Auswahl an Käse, Wurst, Schinken, Schokokuchen, Schokomüsli, Tetrapack Mulitvitaminsaft…. abgepackt in Plastik.  Mein Fazit: auf den ersten Blick war  mein Angebot schon ein bisschen dürftig – dafür gesund und mit gutem Gewissen „Selbsttest-tauglich“ genießbar.

Schwer wurde es für mich an den geselligen Abenden. Chips, Flips, und Knusperbrezeln – ich bin ein Chips-Junky das geb ich gerne zu. Aber ich konnte mich beherrschen – (zwar haben wir auch vegane Chips in unseren Regalen die hatte ich aber leider leider nicht dabei). Ich hatte das ja schon befürchtet, dass ich hier meine Nöte haben werde und hatte mir wohlweislich Nussmischungen mitgenommen – blöd nur, dass die noch vor dem ersten Abend aufgefuttert waren, mit der Bemerkung  “ die schmecken ja unheimlich gut – die durften wir schon essen, oder?“ Ja klar gerne – die Studentenfuttermischung aus dem Discounter ist ja noch da 🙁

Eine Erfahrung die ich als Biotante  immer wieder mache, wenn ich mit mehreren Leuten unterwegs bin: meine Sachen sind immer gleich weg – komisch… aber eigentlich auch nicht, denn die schmecken halt einfach am besten 🙂

Alles in allem ist das vegane  Skiwochenende essenstechnisch gut gelaufen. Auf der Skipiste hab ich das Essengehen weitestgehend vermieden und mir einfach ein Brot eingepackt, (wie früher).
In der Hütte musste ich zwar vehement meine „Spezialnahrung“ und vor allem meinen veganen Wein verteidigen bin aber immer supersatt, superzufrieden und supervegan ins Bett gegangen.

Trotzdem: Veganer in einer zwar neugierigen aber eher ablehnenden Gruppe zu sein ist auf Dauer kein Spaß. Ständig muss man sich, Produkte oder Grundsatzeinstellungen erklären. Auf der einen Seite find ich das ehrliche Interesse wirklich schön – aber auf Dauer ist es einfach anstrengend immer wieder das gleiche zu erklären. Das erinnert mich an die Zeit in der wir unseren Bioladen eröffnet hatten und ich mich im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder für Bio „rechtfertigen“ musste. Das hat schon einige Jahre gedauert bis sich das gelegt hatt.

Wenn Essen zu sehr im Vordergrund steht macht es bald keinen richtigen Spaß mehr – und Essen sollte Genuss und Spaß sein. Also freu ich mich jetzt erst mal wieder auf meine eigene und auf Stefans Küche.

Ski Heil

von Martina

 

 

 

 

 

Ich will (m)ein Frühstück

obstSo, vierzehn Tage sind schon mal geschafft. Heute habe ich meinen Vegani zum Frühstück eingeladen. Nein, ich wollte ihn nicht verführen, umstimmen oder gar testen. ICH wollte nur frühstücken. Testi sitzt vor der Karte und rutscht auf dem Stuhl hin und her. Fast tat es mir ein wenig leid, aber die Entscheidung war schnell getroffen: „Frühstück Klassisch“, während mein veganer Sonnenschein sich hinter der Karte langsam zu verdunkeln begann. Die zunehmende Sonnenfinsternis beschwor zu alledem noch heimgegangenen ostdeutschen Realsozialismus: „Hm, geht nicht!“, „Äh, gibt es nicht.“ oder eben nur: „Is nich!“. Was geht sind ein paar liebevoll arrangierte Scheiben trockenes Brot, Marmelade und Obstsalat mit Früchten die den Winter meiden. Da muss man ganz schön viel Kaffee vertragen, damit Frühstück zum lustvollen Happening wird, denke ich und lege noch eine Scheibe Käse auf meine Schinkensemmel. Das Ei war übrigens vorzüglich, aber lassen wir das… Ich will ja nicht verführen, umstimmen oder so. Ich will nur mein Frühstück.

 

Freizeitgestaltung vegan – auch eine Herausforderung

Wie gut dass es Freundinnen gibt! So ein Mädels Abend ist einfach Gold wert. Nicht nur zum Seele baumeln lassen, ablästern und ausrichten sondern auch- und vor allem – um begeisterte neugierige Mitköchinnen zu gewinnen.
Ein netter Abend mit leckerer Gemüsesuppe als Vorspeise und den tollen Reispflanzerln auf  Dattelratatouille – und dazu einen Aperol Spritz!
Jaaaaaaa – eine dezimierte Form des Aperol Spritz geht auch für uns Veganer – Aperol an sich ist vegan, Sekt oder Weißwein nicht unbedingt. Um auf der sicheren Seite zu stehen gab’s für mich also einen Aperol Spritz mit Sprudelwasser und Zitronensaft. Wenn die Mädels das nächste Mal zu mir kommen gibt’s den tollen Veneziano (Bio Aperol) mit einem sicher veganen Prosecco von La Selva. Schmeckt sowieso am Besten! (nur die knallige Farbe des konventionellen Aperol kann der herb-fruchtige Veneziano nicht erreichen – macht aber gar nix).

Alkohol wird ja während meines Selbsttest sowieso stark reduziert – heißt für mich nur am Wochenende gibt’s mal ein Gläschen veganen Wein. Also gleich mal die nächste Feuertaufe – Geburtstagsfeier am Samstag.
Total liebe Gastgeberin, ich war rundherum versorgt mit Leckereien und Rotwein…. und jeder Menge dummer Sprüche (der männlichen Gäste – ja schon klar das ist jetzt hoch-klischeehaft – aber wahr)
… ja ja wer Freunde hat braucht keine Feinde – und wer sich auf einen veganen Selbsttest begibt hat viele viele  Freunde  🙄
Fazit: An meinem Geburtstag werden die Zweifler ein fettes veganes Buffet vorgesetzt bekommen und dann bin ich mal gespannt auf die Sprüche die dann noch kommen 🙂

Spritz gehört einfach zum Mädelsabend dazu

Spritz gehört einfach zum Mädelsabend dazu

 

 

nach einer Rezeptidee von Björn Moschinski.
Mädelsabend 🙂 Wir sind zu viert und kochen – natürlich – heute mal vegan.

Reispflanzerl auf Ratatouille

Reispflanzerl auf Ratatouille

Reispflanzerl mit Ratatouille

Schritt 1:

Eine Tasse Reis nach Packungsangaben kochen. (Wir haben braunen Basmatireis verwendet. Der wird 1:1 mit Salzwasser kurz aufgekocht und danach auf kleinster Flamme in ca. 30-40 Minuten fertig gegart).
Danach möglichst kalt stellen (bei uns ging es einfach ab auf die Terasse).

Schritt 2 – die Schnippselrunde:

Für die Pflanzerl: Karotte und 1/2 Zwieble sehr fein würfeln (oder einfach hacken). Walnüsse grob hacken.
Für die Ratatouille: Aubergine, Zucchini, Zwiebel, Tomaten und Paprikas würfeln und mit Zitronensaft (1/2 Zitrone oder ca. 2 EL) vermischen.
Die Datteln in feine Ringe schneiden.

Schritt 3 – Ratatouille

Das Gemüse in Olivenöl anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, die Datteln dazugeben und auf kleiner Flamme garen lassen. (Je nach Größe der Gemüsewürfel variiert die Garzeit. Ich finde, dass eine Ratatouille sowohl etwas bissfester als auch schön weich prima schmeckt – da kann sich jeder nach Gusto, Zeit oder Tagesform austoben) Durch die Datteln erhält die Ratatouille eine sehr interessante süßliche Note die super zu den Pflanzerln passt.

Schritt 4 – die Pfanzerl

Pflanzerlmasse

Pflanzerlmasse

Die Mini- Gemüsewürfel (Karotte und Zwiebe) in Olivenöl anbraten bis die Zwiebeln glasig sind und schon etwas Farbe annehmen. Dann die Walnüsse dazu geben und noch ca. 1 Minute weiter braten.
Den Reis damit vermischen. Ca. 3-4 EL Mehl darüberstäuben, 1/2 TL Backpulver (ersetzt das Ei für die Bindung), 2 EL Käsealternative (gibt eine schöne Würze), etwas Sojamilch dazugeben und ordentlich zusammenkneten. Je nach Bedarf noch Mehl und/oder Sojamilch dazugeben.

Käsealternative: Ich habe ein neues Produkt (das erst Anfang März zu kaufen sein wird) verwendet: „Cheesana Natur“ – ein veganer Brotaufstrich von Sanchon der sich auch gut zum überbacken eignet. Sie können aber auch veganen ‚Frischkäse‘ oder einen veganen Brotaufstrich von Allos, Tartex oder Zwergenwiese verwenden. In diesem Rezept kommt es in erster Linie auf die Würze und die ‚klebrige‘ Konsistenz an.

Aus der Reismasse Bällchen (Größe von Tischtennisbällen) formen. Die Bällchen in die Pfanne mit heißem Bratöl geben, flach drücken und von beiden Seiten schön kross anbraten bis sie braun werden.

 

Einkaufszettel

Natur-Reis, vegane Käsealternative (ich gehe im Text näher darauf ein), Sojamilch, Walnüsse, 1 Karotte, 3 Tomaten, 1 Aubergine, 1 Zucchini, 2 Paprikas, 100g Datteln
Das habe ich zu Hause:
Zwiebeln, Bratöl, Backpulver, Mehl, Zitrone oder Zitronensaft, Olivenöl, Thymian oder provenzialische Kräuter

… überraschend für unsere „Neugierigen“ beim Infoabend – und auch für mich  – war der Karottenkuchen.
Richtig einfach und richtig „guad“.

Einkaufszettel

2 x Soja Sahne (Natumi), 300g Karotten, Mehl (ich habe Dinkelmehl 1050 verwendet), 2 x gemahlene Mandeln (Rapunzel), dunkle Kuvertüre (die von Rapunzel ist vegan)
Das habe ich zu Hause
300 g Zucker, Backpulver, Zitrone, Zimt

#Anja: Ich habe diesen Kuchen mit 160 g Zucker gebacken. Ich mag es zwar grundsätzlich süß, aber wenn Kinder mitessen verwende ich gerne etwas weniger Zucker. Er schmeckt trotzdem (obwohl noch im Rohzustand ohne Kuvertüre) so lecker, dass wir nur noch die Hälfte zum glasieren übrig haben.

Schritt 1:

Ofen vorheizen: 180 Grad
1,5 Packungen Sojasahne (300g – unbedingt aus dem Kühlschrank) steif schlagen.
ACHTUNG: so richtig steif wird die Sahne nicht, eher cremig.
Den Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen – dann wird die Creme „steif“, wobei man diesen Begriff hier nicht mit der üblichen steif geschlagenen Sahne vergleichen darf.

Schritt 2:

Karotten schälen und raspeln, mit 180g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 2 Packungen Mandeln (250 g), etwas geriebener Zitronenschale (ein Spritzer Zitronensaft geht auch) und einer guten Prise Salz vermischen.
Das Ganze unter die Sojasahne heben.

Schritt 3:

Die Masse in eine Springform füllen (den Boden mit Backpapier auslegen, den Rand mit Rapsöl oder ähnlich geschmacksneutralem Öl einpinseln) und bei 180 Grad 60 Minuten backen.
Abkühlen lassen.

Schritt 4:

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und den erkalteten Kuchen glasieren.

„Was soll ich denn aus dem Laden mitbringen?“, mein Testling ist auf dem Weg zur Tür. Eier, Wurst, Milch und Käse! Bevor ich es ausspreche beiße ich mir auf die Zunge. Vielleicht einen Fisch? Ups. Mir fallen nur noch Gewürzgurken ein. Ich sage stattdessen: „Bring doch irgendwas mit, worauf du eben Lust hast.“ und versuche dabei so unschuldig wie möglich auszusehen. Mein Testi ist schon aus der Tür. Die Frage war wohl nicht an mich gerichtet. Ich überlege, ob ich noch genügend Bier im Keller habe.

P.S. Lieber Conni, danke für das Notfallwienerle, was ab jetzt Tag und Nacht immer in eurem Kühlschrank (und nach Anbruch der Sperrstunde vor der Haustür) liegt.

Grazie!