Allgemein

Chia Samen  – Das „Superfood“ aus Mexiko wurde letztens bei uns im Laden verkostet. Die kleinen Samen haben es in sich. Mit ihrem Gehalt an Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren stellen sie manch anderes bewährtes Lebensmittel in den Schatten. Aus den Samen stellt man nach wenigen Minuten Quellzeit ein Gel her, das sich prima in Müsli, Smoothies oder Drinks mischen lässt. Mein Problem, trinke weder Smoothies noch esse ich Müsli (wenn dann nur höchst selten).

Also hab ich mir überlegt wie man den #Chia Samen noch verarbeiten könnten – mein Ergebnis:

Fruchtleder mit #Chia Samen

Einkaufszettel:

Chia Samen, reife Früchte nach Geschmack, Zitronensaft
Das habe ich zu Hause
Zucker, Stevia

  • Fruchleder aus Ananas, Mango und Chia Samen

    Fruchleder aus Ananas, Mango und Chia Samen

    2 EL Chiasamen mit der 6-fachen Menge Wasser klumpenfrei verrühren und ca. 15 Minuten quellen lassen.

  • In der Zwischenzeit das Obst mit etwas Zitronensaft pürrieren
  • Mit dem Chia-Gel vermischen und zum kochen bringen.
  • Das Fruchtmus mit Zucker und Steevia etwas Süßer als gewünscht (kalt schmeckt es dann weniger süß) abschmecken.
  • Möglichst dick einkochen.
  • Das Fruchtmus auf ein Backblech streichen (möglichst dünn – aber alles muss gut abgedeckt sein)
  • Im Backofen bei 70°C trocknen (ca. 3-5 Stunden je nach Dicke des Muses. Einen Kochlöffel in der Ofentür einklemmen damit die Feuchtigkeit entweichen kann)
  • Das Fruchtleder ist fertig wen es keine nassen Stellen mehr hat. Wenn Sie die Kanten vorsichtig vom Blech lösen können sie das Leder einfach abziehen.
  • Entweder in Stücke reißen oder in Rechtecke schneiden und aufrollen.

Das Fruchtleder ist extrem lecker – und befriedigt auch meinen ‚Süß-Huger‘ komplett.
Wer ein Dörrgerät hat ist fein raus. Damit kann man das Fruchtleder auch in Rohkostqualität herstellen – als komplett ohne kochen. Das werde ich bei Gelegenheit noch ausprobieren.

Seit Wochen freuen wir uns auf den Skiurlaub in Südtirol – Karsten hat uns einen Urlaub auf dem Bauernhof gebucht. Tolle Idee – vor allem für Tim… dachte ich.

Das vegane Projekt, dachte ich, würde in dieser Zeit brach liegen. Undurchführbar sozusagen, denn wo gibts hier schon Bioläden mit Hafermilch. Ein paar Liter Übergangsreserve wurden eingepackt und wir kamen bester Laune hier an. Frischmilchservice bietet die Bäuerin an. Tolle Idee, dachte ich, da kann man mal drauf zurückgreifen, wenn die Reserven verbraucht sind. Regionaler gehts dann wohl kaum.

Und dann heute nachmittag, Spaziergang mit Tim, Sonnenschein. Wir werfen einen Blick in den Kuhstall. Das gehört doch dazu zu so einem Urlaub, oder? Und wann habe ich eigentlich den letzten Kuhstall von innen gesehen? Da war ich wohl gerade zweistellig, zuhause im Chiemgau.
So Tim, schau hier leben die Kühe. Das stinkt sagt er und tritt den Rückzug an. Das stimmt und nicht nur das:

Hinter der modernen Stalltür: Kühe im Laufstall, der Boden ohne Streu. Na ja. Da sollte gestern nachmittag ein Kälbchen auf die Welt gekommen sein. Wo steht das? Die zweite Stallfür bringt die Antwort. Dort, im alten, dunklen Stallgebäude, hängen die Kühe an der Kette, der Schwanz hochgebunden. Die „Mutterkuh“, die keine mehr sein darf, blickt auf der einen Seite starr geradeaus und reagiert nicht auf’s Türöffnen. Am hinteren Ende der Kuh ist es „sehr organisch“ wie Karsten sagt. Die Kuhkinder sind nur 5 Meter entfernt in ihrer „Kinderbox“. Manchmal kommt auch von dort ein kleines Muh.

Karsten nach dem Korrekturlesen: Oh, die Bio-Tante weint weil kein Stroh da ist…  Den Kühen hier geht es wahrscheinlich noch prächtig, ich Gegensatz zu den Industriellen. Ist schließlich Winter, das musst du auch bedenken.

Nach Kuh-Alpträumen während des Mittagsschlafes verzichte ich auf den Frischmilch-Service und hoffe, dass die Hafermilch anhält. Dann gibts halt keinen Latte sondern Earl Grey, das spart ungemein. Ich denke mir auch, dass dieses Urlauben auf dem Bauernhof eine gute  Sache ist für die vegane Bewegung. Sobald ich zuhaus bin, werde ich mich genauer über die Haltung der Demeter Kühe informieren. Wie leben die im Winter? Am Ende muss ich doch noch Langzeit-veganer werden.

In meinem katholischen Elternhaus im Chiemgau stand freitags ein fleischloses Gericht – wenn auch nicht vegan – auf dem Speiseplan. Ich erinnere mich noch gut an meine Abneigung gegen Fisch. Obwohl Muttern damals noch den Frischen an der Supermarkt-Theke bekam.  Das waren noch die guten alten Vor-Iglu-Zeiten. Heute wüsste ich es durchaus zu schätzen, damals war ich jedoch immer äußerst erfreut eine bayrische Mehlspeise (als Hauptmahlzeit!!) serviert zu bekommen. In Notzeiten – z.B. während einer veganen Challenge – erinnere ich mich also an die schönsten Freitage meiner Kindheit wenn Apfelstrudelduft aus dem Backrohr entstieg.

Die Lösung liegt im Seidentofu. Dieser hat von allen Tofusorten den höchsten Feuchtigkeitsanteil und lässt sich sehr schnell (relativ) glatt rühren. Auf der Internetseite von Taifun finden sich einige Rezepte, auch ein Tiramisu ist dabei.

Zutaten für den veganen Apfelstrudel a la Oma Hadamek

Zutaten für den veganen Apfelstrudel a la Oma Hadamek

Der Einfachheit halber nehme ich den fertigen, veganen Strudelteig von Donaustrudel. Dieser ist 130 cm lang und sollte vor der Verwendung für Apfelstrudel der Länge nach halbiert werden (also 2 x 65 cm Stücke). Somit kann auch eine kleinere Portion als Nachtisch zubereitet werden. Falls der Strudel beim Rollen einreißt, ist es von Vorteil, ein kleines Notstück in Pflastergröße zurückzuhalten. Die Zutaten in der Einkaufsliste sind für eine Packung Strudelteig und 4 Personen.

Äpfel in Würfel schneiden.

Den Seidentofu in eine kleine Schüssel geben und mit der Gabel kurz durchrühren. Zur Verwendung im Strudel kann die Konsistenz etwas gröber ausfallen.

Strudelteig halbieren. Den Seidentofu auf den ausgerollten Strudelteig-Stücken verstreichen. Die Apfelstücke darauf verteilen, Rosinen darüber streuen. Mit wenig Zimt-Zucker bestreuen. Ich habe den Seidentofu bewusst nicht gesüßt, da durch die Äpfel und Rosinen die Süße ganz natürlich dazu kommt. Der Zimt-Zucker (wer keinen Zimt mag, nimmt nur Zucker) am Schluss kann dann noch ein wenig nachsüßen.

Die jeweils äußeren, langen Seiten des Teiges ca. 3 cm nach innen klappen. Vorsicht, der Teig ist sehr empfindlich. Die Strudel nun vorsichtig aufrollen und mit den „Verschlußseiten“ auf die geöffnete Hand rollen lassen. So können sie unfallfrei hochgenommen und (mit der „Verschlußseite“ nach unten) in eine Auflaufform abgelegt werden. Sollte der Teig an einer Stelle aufreißen, das „Not-Pflaster“ anfeuchten und auf den Teig kleben.

Bei 200 ° Umluft im Backofen für ca. 25 Minuten backen. Beim Verwendung von Blätterteig sollte übrigens Alufolie oben drauf und der Strudel ca. 50 – 60 Minuten im Ofen bleiben.

Apfelstrudel2

 

Einkaufszettel

Strudelteig oder Blätterteig von Donaustrudel
400 – 600 g Seidentofu
6 mittelgroße, saftige Äpfel
Das habe ich zu Hause:
4 handvoll Rosinen, Zimt-Zucker

Auf der Biofach gibt’s nicht nur viel zu probieren, sondern auch das ein oder andere interessante Küchenhelferlein. Passend zu unserer Vegan-Challenge haben wir den Vegafino gesehen und für gut befunden. Damit (und unter Zuhilfenahme des eigenen Stabmixers) lassen sich Milchalternativen aus Nüssen oder Getreideflocken ganz leicht und kostengünstig selbst herstellen und z.B. auch mal mit Trockenfrüchten, Banane oder Kräutern aufpeppen. Einen youtube Film gibt’s auch schon dazu.
Der Vegafino kostet bei uns € 47,00 (SparCard Preis € 42,00).

 

Infoabend über unseren Selbsttest am Montag

infoabendDer Montag stand voll und ganz unter dem Motto : KOCHEN und BACKEN.
Das ging in der Früh direkt los mit der Herstellung von weißer Schokolade mit Cranberry und einem  saftigen Karottenkuchen.
Am Nachmittag (nachdem John die Küche nach dem Mittagstisch geräumt hatte) kamen dann die pikanten Probierereien an die Reihe.
Vegane Moussaka, Zucchini Spaghetti mit Tofu-Bolognese, Reisbällchen mit verschiedenen Dips und eine Karotten Kürbissuppe mit Mandelschaum standen auf dem Plan.
Während ich (Martina) für die warme Küche zuständig war hat Anja Karotten, Äpfel und Orangen zu einem frischen Gemüsesaft verarbeitet.
Gemeinsam haben wir uns dann der – zugegebenermaßen eher unbeliebten – Aufgabe des „Reisbällchenformens“ gewidmet und nebenbei die Schwerpunkte unseres Selbsttests formuliert.

Pünktlich um 19.30 Uhr konnten wir die ‚Vegan-Neugierigen‘ mit Tee, Saft und unseren Probierereien begrüßen. Es war ein sehr netter Abend und nun sind wir neugierig wer sich mit uns tatsächlich ins ‚vegane‘ Abenteuer stürzen möchte.

Offiziell geht es nächsten Montag (17.02) los. Der Selbsttest ist für 60 +/- geplant. Es soll gelten: Solange es schmeckt, solange es gut tut, so lange es Spaß macht!
Sie möchten später einsteigen  – gerne
Sie möchten früher aufhören – gerne

Wir freuen uns über jeden Mitstreiter und hoffentlich regen Erfahrungsaustausch hier auf dieser Plattform.
Bei Interesse richten wir gerne ein wöchentliches oder 14tägiges Treffen ein.

Sie/Ihr erreicht uns im Laden oder per Email unter info@ich-liebe-bio.de

Herzliche Grüße
Martina und Anja

 

60 Tage Vegan – jetzt geht’s bald los.

Die Suche nach dem richtigen Starttermin für unseren Selbsttest war nicht gerade einfach. Skifahr-Wochenenden, Biofach (mit 100 leckeren Sachen zum probieren), Geburtstagsfeiern…
Aber jetzt ist es dann soweit: Am 17. Februar starten Anja und ich in den Selbsttest:

60 Tage vegan

Keine Zwischennaschereien, kein Alkohol, kein Cappuccino (außer mit Pflanzenmilch)
dafür viele leckere neue Gerichte, Grüntee und Matcha, Shakes, und Vitalstoffe satt.

In der Gruppe geht so was ja immer viel einfacher. Deshalb:

Wer hat Lust mitzumachen?

Am Montag, den 10. Februar 19.30 Uhr,  laden wir zum Info- und Kennenlernabend ein. 
Es wird gleich mal vegane Sächelchen zum probieren geben – veganen Wein (noch ist es ja genehmigt) und natürlich genaue Infos wie das ganze Aussehen wird.
Wer Lust hat, macht 60 Tage oder auch 14 Tage lang mit – steigt mittendrin ein oder hört früher auf. Ganz egal und ganz nach dem Rapunzel-Motto ‚Jedes Essen zählt‘

Wir freuen uns über jede(n) Mitstreiter(in)

 

Wir wollen’s wissen – unser Selbsttest

Attila Hildmann hat mit seinen Kochbüchern einen regelrechten Hype ausgelöst. Vegan ist in aller Munde. In seinem neusten Buch stellt er seine „Triät“ vor, die sich aus konsequent veganer Ernährung, Sport und Meditation zusammensetzt. Dabei werden vor allem vitalstoffreiches Gemüse und Obst, sogenanntes Superfood und Nahrungsmittel mit hohen Oxidantienwerten verzehrt. Klingt super – wie aber bringen wir das in unseren Alltag und mit unseren Erfahrungen und Kenntnissen in Bezug auf gesunde Ernährung zusammen?

Wir – also Anja und Martina, die Zwei vom Bio G’wölb – werden das jetzt im Selbsttest herausfinden und Ihnen zahlreiche Rezeptideen zur Verfügung stellen bzw. gut gemachte Rezepte-blogs (ganz unten auf dieser Seite) vorschlagen.

Am 17. Februar starten wir  unsere G’wölb-Challenge:

  • 60 Tage lang vegan und  bewusst genießen
  • Sport und Achtsamkeit
  • frische Luft und Zeit zum ‚runterkommen‘

….und nach diesen 60 Tagen mindestens 5 Jahre verjüngt wink
Wir werden im Bio G’wölb-Mittagstisch täglich ein veganes Gericht in Anlehnung an die Rezepte von Attila Hildmann und Björn Moschinski anbieten.
Den VFY-Juice (frischer Gemüsesaft) wird’s ebenso bei uns geben, wie vorbereitete Suppen zum mitnehmen für’s Abendessen.

Haben Sie Lust bekommen mitzumachen? Dann nur zu – wir freuen uns über jeden Mit-Challenger!
Am Montag, den 10. Februar, um 19:30 Uhr laden wir Sie zu einem Kennenlernabend ein. Dann stellen wir Ihnen unserer Ansätze genauer vor.
Um alle veganischen Mitstreiter optimal einzubinden und vielleicht auch zum gemeinsamen Sport zusammenzubringen, bloggen wir hier für Sie.
Bloggen Sie mit, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sport, Gewichtsreduzierung und Motivation in der Gemeinschaft am besten funktionieren.

Wer es ganz genau wissen möchte, lässt beim Hausarzt ein Vorher-/Nachher-Blutbild machen.

Weiterführende Informationen zur veganen Ernährungsweise die wir wirklich empfehlen können finden Sie auf den Internetseiten des UGB (Unabhängige Gesundheitsberatung, Gründer Leitzmann – vielleicht bekannt?)
Dort lesen Sie auch die aktuellsten Ratschläge nach, inwieweit Sie bei einer langfristigen Ernährungsumstellung Vitamine D und B12 zuführen sollten.

Zitat aus diesem Artikel: „Patienten mit erhöhtem Nährstoffbedarf, Säuglingen und Kleinkindern, Heranwachsenden, Senioren, Schwangeren und Stillenden ist von einer rein pflanzlichen Kost abzuraten. Schon durch den gelegentlichen Verzehr von Milch- und Milchprodukten lassen sich kritische Versorgungslücken zum Beispiel an Vitamin B2 und B12 sowie Calcium schließen“.

Rezeptdatenbanken zum Ideen holen:

– Vegane Rezepte von Attila auf der Seite von Rapunzel

– Die Zeitschrift Essen & Trinken

Laubfresser – vegane Rezepte aus dem Alltag

Veganguerilla – vegane Rezepte (sehr schön auch zum Backen)

Eat this – schön gemachter blog mit tollen Rezepten

– ganz profan: die veganen Rezeptseiten von Chefkoch.de