Frühstück

Ich stelle fest. Was mir wirklich abgeht in meinem veganen Selbsttest ist das Ei. Erstaunlicherweise kann ich viel besser als erwartet auf Käse und Milchprodukte verzichten – aber mein Frühstücksei vermisse ich schmerzlich. Darum habe ich mich dieses Wochenende an eine Tofu-Rührei-Alternative herangetraut…. und bin begeistert!

Tofu Rührei

Einkaufszettel

Tofu natur, Cocktailtomaten
Das habe ich zu Hause:
Kurkuma, Zwiebel

Im Vordergrund die vegane Rühreialternative

Im Vordergrund die vegane Rühreialternative

Für eine Person reicht 1/2 Stück Tofu (ca. 125 g)

  • Den Tofu mit der Gabel zerdrücken (nicht zuuuu fein) und in gut heißem Öl braten bis der Tofu leicht Farbe annimmt. Im Gegensatz zu allen anderen Tofu-Gerichten die ich ausprobiert habe wird der Tofu hier nur dezent angebraten, sonst wird die Konsistenz zu ‚kross‘.
  • In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln.
  • Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer würzen. (Kurkuma macht den Tofu schön gelb – aber Achtung nicht zu viel verwenden sonst wird der Geschmack zu intensiv)
  • Zwiebelwürfel dazugeben – kurz mitbraten.
  • Cocktailtomaten dazugeben und noch ca. 2 Minuten weiterbraten.

PS: das Rührei kann man super mit verschiedensten Gemüsesorten variieren. Trauen Sie sich ruhig ran 🙂

Pinkantes auch zum Frühstück

Pinkantes auch zum Frühstück

Geht doch!

Hier die Anpassung meiner Lieblings-Frühstück-Gewohnheiten in vegan UND vitalstoffreich

Schönes Vollkornbrot – veganer Brotaufstrich (z.B. von Zwergenwiese)
frische Tomaten, Sprossen, Kresse – was grad so da ist – oben drauf

Interessante Infos:

Die Tomate ist nicht nur eines meiner Lieblingsgemüse (da bin ich wohl auch nicht allein 🙂 sondern eine rote Gesundheitsbombe.
Sie enthält das Carotinoid Lykopin, das eine Anti-Krebssubstanz zu sein scheint. Es gibt Hinweise auf eine Cholesterin senkende Wirkung und eine Verhinderung von Herzinfarkten.*
Interessant ist auch, dass die Carotinoid-Aufnahme bei verarbeiteten Lebensmitteln (also z.B. gekochten Tomaten) sogar besser ist als im rohen Zustand. Es spricht also nichts gegen Tomatenpolpa  und Tomatenmark!

TIP:

Alle Carotinoide sind fettlöslich. Also am Besten zum Schluß einen Spritzer hochwertiges kaltgepresstes Öl darüber geben (z.B. Olivenöl, Walnußöl oder Leinöl)

*Aus: ‚Ihr Einkaufsführer: Bioaktive Substanzen – Pflanzenpower für das Immunsystem‘, Prof. Dr. rer. nat. Claus Leitzmann, Dipl. oec. troph. Kathi Dittrich, Haug Verlag 2003

Auf der Suche nach einem passendem ‚Müsli‘ für mich hab ich mich an die Amaranth Creme (aus Vegan for Youth) rangetraut.

500 ml Planzenmilch mit  140 g Amaranth ca. 40 Minuten lang vor sich hin köcheln lassen.
Danach 1 EL Cashewmus (oder Mandelmus) etwas Vanille eingerührt und etwas andicken lassen.
Mit wenig Agavendicksaft oder Reissirup süßen.

#Anja: Haferdrink ist von Natur aus süßlich, somit kann auf die Zugabe von Süßungsmittel locker verzichtet werden. Achtung bei Verwendung von Dinkelmilch. Beim Aufkochen trennte sich der Dinkel- und Wasseranteil was sehr unschön aussah.

Tip: Kurz aufkochen, dann die Temperatur stark zurückdrehen und ca. alle 10 Minuten umrühren.

Ich habe immer die Sojamilch plus Calcium von Provamel zu Hause. Damit muss man die Creme nicht weiter süßen.
Mit der Hafermilch vom Storzelhof (ungesüßt) hat mir ein kleiner Teelöffel Agavensirup genügt.

40 Minuten Zeit nur zum Vorbereiten habe ich in der Früh definitiv nicht übrig – also koche ich die Creme schon am Vorabend. In der Früh schneide ich mir dann noch Obst hinein. Laut Attila Hildmann sollen es Beeren sein. Da es zur Zeit aber mit dem Beeren Angebot eher mau aussieht, greife ich auf Banane, Kiwi oder Birne zurück. Die Banane glänzt mit Ihrem hohen Carotinoid Wert (Sonnenschutz für meine Haut – aber wo ist denn die Sonne?) und die Birne ist sogar unter den Top Ten der ORAC Obstsorten.

Die Creme ist recht üppig und reicht mir für 2 mal Frühstücken (Axel verweigert 🙂
Allerdings vermisse ich immer noch mein deftiges Frühstück – ich werde weiter experimentieren.

Einkaufszettel:

Amaranth,  Cashewmus, Früchte der Saison
Ich habe zu Hause:
Agaven- oder Reissirup, Pflanzenmilch

 

 

 

Es muss schnell gehen!
Das ist schon mal das wichtigste  wenn es um meine Tagesplanung geht. Im Moment quäle ich mich durch verschiedenste vegane Müslivarianten  – eine durchaus harte Nummer für einen deftigen Frühstücker wie mich.
Meine derzeitige Lieblingsvariante: „A gscheids Brot von der ‚Brotzeit‘ und a vegetarische Leberwurst von Tartex“ 🙁
Gut ich arbeite daran aus diesem schnellen Happen eine etwas vitalstoffreichere Variante zu basteln…..